Phoenix Design

  • Interview mit luxlumina

    Interview mit luxlumina

    Für das Münchener Unternehmen Shapes hat Laura Somaglino, Product Designerin bei Phoenix Design, die Pendelleuchte SUMMERA gestaltet. Der größte Erfolg: Der German Design Award – Winner 2017. Mit „luxlumina“, dem Schweizer Magazin für Architektur und Lichtdesign, hat die Diplom-Designerin jetzt ein Interview geführt – nachzulesen in der aktuellen Ausgabe 19/2017.


    Welche Prinzipien oder Kriterien haben Sie allgemein für das Produktdesign einer Leuchte? Phoenix Design steht in der Tradition von Bauhaus und Ulmer Schule. Im Heute heißt das: konsequent nutzerzentriert und markentypisch, ausgerichtet auf die Bedürfnisse des Anwenders, auf die selbsterklärende Interaktion mit dem Produkt und es auf berührende Weise erlebbar machen. Bei der Pendelleuchte für Shapes: reduzierte und klare Formsprache, heitere Farben, warmes Licht für Raum und Gegenüber, unkomplizierte Funktionen.

    Ist ein ausführliches Briefing des Kunden eher hinderlich oder besser? Ein ausführliches Briefing ist sehr gut und auf jeden Fall notwendig. Im Falle Summera ging es darum, ein Leuchten-Design auf den Weg zu bringen, das europäische Designkultur, von Skandinavien bis nach Italien, zum Ausdruck bringen sollte.

    Wie haben Sie die Gestaltung der aktuellen Leuchte umgesetzt? Welche Inspiration lag Ihnen zu Grunde? Auf jeden Fall ist die Basis einer jeden Gestaltung eine umfangreiche Recherche. Die Pendelleuchte sollte im Restaurant wie auch im privaten Bereich seinen Einsatz finden. Inspiration und Trends aus Architektur, Materialwelten, Mode und Kunst begleiten diesen Prozess – der Archetyp einer Industrieleuchte von einst hat uns von Anbeginn begleitet.

    Wie wichtig ist das kreative Umfeld bei Phoenix Design dafür gewesen? Hier bei Phoenix Design haben wir beste Arbeitsbedingungen. Austausch innerhalb von Designkreisen, umfangreiche Materialbibliotheken, hauseigener Modellbau, Vertrauensarbeitszeiten – die Kreativität kann sich frei entfalten, sehr wichtig für uns Designer.

    Wie funktioniert der Austausch mit einem Kunden? Ist er in jedem Prozess beteiligt oder bekommt er das Endprodukt präsentiert? In der Regel sind alle Projekte und Produkte im engen Austausch mit den Kunden und den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen entstanden. Im Falle der Pendelleuchte Summera sogar ausgesprochen verdichtet – so entstand auch der Name „SUMMERA“ by Phoenix Design. Die technischen Innovationen kamen von Rasmus Pagaard. Materialien, Formen und Farben wurden getestet, an Modellen Feinabstimmungen vorgenommen. Und die Auszeichnung „German Design Award – Winner 2017“ hat unsere Arbeit natürlich gekrönt und diese haben wir auch gemeinsam entgegengenommen.

    Das Produkt geht am Ende des Designs in den Besitz des Kunden über. Wie schwer fällt Ihnen das Loslassen? Das Loslassen ist schon nicht einfach. Habe ich wirklich alles berücksichtigt? Können Interior Designer den Entwurf in ihre Arbeit einbinden? Aber bereits beim Relaunch im vergangenen Jahr war klar: tolle Leuchte in all ihren Größen, Farben und Formen. Und als das erste Restaurant die Leuchte zum Einsatz brachte, ja, da war die Freude groß.

    „Ich glaube, das allerwichtigste war das Briefing. Wir waren uns von Anfang an ganz klar, was wir und unsere Kunden haben wollten und Phoenix brachte diese Wünsche in der Ästhetik mit. Besonders gut waren auch die darauf folgenden Workshops mit Phoenix, in denen wir gemeinsam in kleine Details gingen und dort konnten wir auch feststellen, dass wir das gleiche Gespür für Details und Qualität haben. SUMMERA ist dadurch komplett durchdacht, vom Design bis zum Material, zu benutzerorientierten Oberflächen. Das sehen und schätzen unsere Kunden“, beurteilt Rasmus Pagaard, CEO von Shapes, die Zusammenarbeit.


    >> Quelle: Lenning, T.: Design-Hub für nachhaltiges Produktdesign am laufenden Band, in: luxlumina 19 (2017), 42-45.

    Mehr zu SUMMERA by Phoenix Design
     

    Interview mit luxlumina