• Hall of Fame europäischer Designer

    Hall of Fame europäischer Designer

    200 Jahre Duravit – seit 1993 gehört auch Phoenix Design zur Erfolgsstory, gestaltet Badmöbel und Badkeramik für die internationale Marke. Nicht umsonst gehören Andreas Haug und Tom Schönherr zu den 16 ausgewählten Star-Designern von Duravit. Beim Fototermin zum Jubiläum stehen sie neben Größen wie Philippe Starck, Matteo Thun, Eoos, Kurt Merki Jr., u.a.m.

    Mit neun gewonnenen Design Awards konnten gemeinsam große Erfolge gefeiert werden, unter anderem mit dem iF Design Award Gold für P3 Comforts in 2015. Im Interview reden Andreas Haug und Tom Schönherr, die Gründer von Phoenix Design, über neue Herausforderungen, Risikofreude im Design und die Zusammenarbeit mit Duravit.


    Wie nähern Sie sich der Herausforderung, ein neues Produkt zu gestalten?
    Alles beginnt mit der analytischen Phase, dann kommt der kreative Prozess und schlussendlich die intuitive Formfindung. Der Kern der Arbeit liegt stets im Beobachten, im Erspüren der Bedürfnisse. Am Ende hat ein Produkt noch nie so ausgesehen wie die anfängliche Skizze. Beim Entwerfen hat man die Möglichkeit unterschiedliche Varianten auszuprobieren und sich manchmal auch überraschen zu lassen. Das ist sehr entscheidend für den kreativen Prozess. Wir arbeiten zum Beispiel gerne mit Styropor, mit solchen Modellen ist der Abstraktionsprozess sehr hoch. Diese Vorgehensweise hilft uns die große Linie zu finden. Auf Papier sind manche Dinge gar nicht möglich.

    Braucht gutes Design Risikofreude?
    Wir experimentieren viel. Das Ziel bleibt dabei aber immer Designklassiker zu gestalten. Produkte, die Jahre überleben und die Bedürfnisse des Menschen wiederspiegeln. Um uns herum wird alles hektischer und die Menschen suchen nach einem Rückzugsort, nach Geborgenheit und Ruhe. Das versuchen wir bei unserem Produktdesign im Auge zu behalten. Ich finde es eine Zumutung, kurzfristigen Trends zu folgen. Ich finde, wir haben als Designer in vielerlei Hinsicht eine große Verantwortung. Unter anderem auch hinsichtlich Materialressourcen, Produktionsauslastungen und Lösungen für serielle Produktlinien unserer Kunden. Ebenso für die visuellen Gestaltungsansätze, welche sich letztendlich in unterschiedlichsten Architekturszenarien darstellen müssen – und viele Anwender begeistern sollen. Kurzfristige Trends stehen bei uns nicht im Focus.

    Phoenix und Duravit arbeiten erfolgreich seit 1993 zusammen. Wie empfinden Sie die gemeinsame Zusammenarbeit?
    Hoher Anspruch und hohe Qualität sowie langlebiges Produktdesign standen bei der Produktentwicklung für Duravit schon immer im Vordergrund. Die Entwicklungen sind hochkomplex und finden immer in Teamarbeit statt, das kann keiner alleine machen. Vor allem im Sanitärbereich kommt es sehr stark auf das Detail an. Duravit fordert stets ein Höchstmaß an Qualität und Funktion ein, das macht die Zusammenarbeit sehr anspruchsvoll. Kritische Anregungen sind aber willkommen, denn nur so entstehen schlussendlich hochwertige und innovative Badlösungen und Produkte, die auch den erwartungsvollen Designjurys standhalten können und zu Bestsellern werden.


    Quelle: Duravit AG (2017): „Kurzfristige Trends stehen bei uns nicht im Fokus.“ Verfügbar unter: http://www.duravit.de/200_jahre/design/designer/phoenix_design.de-de.html.

    Foto: Hinten v.l.n.r.: Gernot Bohmann, Harald Gründl, Martin Bergmann (alle EOOS); Tom Schönherr, Andreas Haug (beide Phoenix Design); Michael Sieger (sieger design); Prof. Frank Huster; David Nelson (Foster & Partners); Christian Werner; Matteo Thun und Antonio Rodriguez (Matteo Thun & Partners). Vorne v.l.n.r.: Kurt Merki Jr.; Philippe Starck; Cecilie Manz; Dieter Sieger; Christian Sieger (sieger design).
     

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